Gefahrstoffaustritt Schwimmbad Adenau 26.08.2016

Ein unklarer Gasgeruch am stillgelegten Adenauer Schwimmbad führte zu einem Großaufgebot an Einsatzkräften. Insgesamt 70 Feuerwehrkräfte waren mit 19 Fahrzeugen im Einsatz. Der gesamte Gefahrstoffzug des Landkreises Ahrweiler wurde an die Einsatzstelle beordert. Mehrere Kanister mit Flüssigkeiten und Feststoffen mussten gesichert werden. Verletzte gab es keine, für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Der Einsatz zog sich von 19:23 Uhr bis 00:30 Uhr.

Die erstalarmierte Feuerwehr Adenau konnte am Einsatzort im Lenzenkessel in Adenau zunächst keinen Gasgeruch feststellen. Bei einer Erkundung des Kellers wurden Flüssigkeiten und Feststoffe gefunden. Diese mussten mit speziellen Chemieschutzanzügen auf Undichtigkeiten untersucht und gesichert werden. Hierfür wurde der gesamte Gefahrstoffzug des Landkreises Ahrweiler alarmiert.

Vorsorglich wurde der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen, dem organisatorischen Leiter und dem leitenden Notarzt alarmiert. Eingreifen mussten diese aber nicht, es gab keine Verletzten. Der Einsatzleitwagen 2 (ELW-2) aus Bad Neuenahr war ebenfalls zur Unterstützung an der Einsatzstelle. Um die Kläranlage Dümpelfeld auf mögliche Gefahrstoffe vorzubereiten, wurde das dort ankommende Klärwasser in ein separates Becken abgeschiebert. Die Polizei war ebenfalls vor Ort.

Aus der Verbandsgemeinde Adenau waren die Feuerwehren Adenau und Barweiler im Einsatz.

Das Schwimmbad wird immer wieder von Vandalismus heimgesucht. Offensichtlich betreten unbefugte Personen das Gebäude und begeben sich somit unnötig in Gefahr. Auch Schaulustige mussten von der Einsatzstelle verwiesen werden.

Eine Gefahr für Umwelt und Bevölkerung bestand zu keiner Zeit.

Die eingesetzten Geräte und Schutzanzüge müssen nun ersetzt oder aufwändig gereinigt werden. Der Einsatz konnte nach fünf Stunden um 00:30 Uhr beendet werden.

 

Foto: Andreas Solheid

(Pressemitteilung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau, 27.08.2016, 00:30 Uhr)