Große Feuerwehrübung in der „Villa am Buttermarkt“

Am 02. November 2013 fand im Altenheim „Villa am Buttermarkt“ eine große Übung von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei statt.

Insgesamt 62 Helfer waren bei diesem angenommenen Fall im Einsatz.

Das Szenario beginnt um 15.00 Uhr, als die automatische Brandmeldeanlage einen Alarm auslöst. Die Leitstelle Koblenz alarmiert daraufhin standardmäßig die Feuerwehr Adenau und den Rettungsdienst. Kurz nachdem die Kameraden mit einem Löschgruppenfahrzeug, der Drehleiter und dem Einsatzleitwagen ausgerückt sind erfolgt die Information, dass Mitarbeiter in einem Flur im 2. Obergeschoss Rauch festgestellt haben. Da nun sicher Menschenleben in Gefahr ist wird umgehend die Feuerwehr Quiddelbach und der Organisatorsiche Leiter Armin Link nachalarmiert. Ebenfalls rücken das Mehrzweckfahrzeug, der Rüstwagen und das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Adenau aus.

Wehrleiter Dieter Merten stellt vor Ort ein Übungsszenario fest, was sehr schnelles Handeln erfordert. Es gibt mehrere bettlägerige Bewohner die in dem verrauchten Flur ein Zimmer haben und an Balkonen im 2. und 1. Obergeschoss stehen Personen, die um Hilfe rufen.


Die Drehleiter wird in Stellung gebracht um die insgesamt vier Personen von den Balkonen schnellstmöglich zu retten. Parallel gehen Kameraden mit Atemschutzgeräten und Wärmebildkamera in das Gebäude vor und leiten auch hier umgehend Rettungsmaßnahmen ein. Um den gefährlichen Rauch zu bekämpfen kommt ein neuer Elektrolüfter zum Einsatz. Ein Fenster wird geöffnet und der Rauch verzieht sich größtenteils. In einem Zimmer müssen zwei Bewohner zunächst durch den Rettungsdienst stabilisiert werden. Anschließend werden sie auch über die Drehleiter gerettet. Zwei weitere bettlägerige Bewohner werden mittels Tragetuch durch das Treppenhaus ins Freie gebracht, ebenso drei Rollstuhlfahrer.

Die Feuerwehr Quiddelbach rund um Wehrführer Walter Jokisch hat inzwischen mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug die Wasserversorgung aufgebaut und kann nun Personal mit Atemschutz bereitstellen.

Ein sofortiges Eingreifen wird notwendig als zwei Kameraden der Rückzugsweg im Gebäude versperrt ist. Die Kameraden können jedoch schnell befreit und gerettet werden. Mit Hilfe der Wärmebildkamera kann anschließend noch ein Schwelbrand in der Decke ausgemacht werden. Das Hauptfeuer in einem Zimmer ist zu diesem Zeitpunkt bereits gelöscht.


Als alles gelöst scheint taucht ein weiteres Problem auf: eine Person wird noch immer vermisst. Sie scheint vor Schreck davon gelaufen zu sein und muss gesucht werden. Hier kommen Suchhunde der Suchhundegruppe Vulkaneifel zum Einsatz. Die Person kann glücklicherweise unverletzt, aber leicht unterkühlt, in einem nahen Schuppen gefunden werden. Sie und alle anderen Bewohner können gerettet und durch den Rettungsdienst versorgt werden.

Die engen Platzverhältnisse machen es erforderlich, dass ein Großteil der Fahrzeuge auf der Bundesstraße in Bereitstellung gehen müssen. Daher wird die Bundesstraße zwischen Rewe und Möbel Bell durch die Polizei gesperrt. Neben den 7 Feuerwehrfahrzeugen rückt der Rettungs- und Sanitätsdienst mit einem Einsatzleitwagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen, zwei Krankentransportwagen und einem Gerätewagen an. Personal und Fahrzeuge wurden vom DRK Kreisverband Ahrweiler e.V. und dem DRK Ortsverein Adenau e.V. entsandt.

 

Beobachtet wurde die Übung von vielen Bewohnern und Zuschauern, der Presse und Verbandsbürgermeister Hermann-Josef Romes, der sich bei den 62 Helfern und der Villa am Buttermarkt für eine erfolgreiche und beeindruckende Übung bedankt.

Insgesamt waren 40 Feuerwehrleute, 17 Helfer vom Rettungs- und Sanitätsdienst, ein Organisatorischer Leiter, zwei Beamte der Polizei-Inspektion Adenau, zwei Hundeführer der Suchhundegruppe Vulkaneifel im Einsatz.

Der Organisatorische Leiter Armin Link schließt sich den Dankesworten an, betont aber zugleich, dass im Ernstfall deutlich mehr Rettungsmittel und auch weitere Schnelleinsatz-Gruppen vor Ort wären.

Wehrleiter Dieter Merten bedankt sich ebenfalls bei allen Beteiligten, besonders bei der Villa am Buttermarkt für diese Übungsmöglichkeit. Er zeigte sich sehr zufrieden vom Erfolg der Übung, denn es konnten erfreulicherweise nur kleine Fehler festgestellt werden. Gerne möchte man, so hat man vereinbart, eine solche Übung wiederholen.

 

Feuerwehr Adenau erhält neue Softshelljacken und Hollandtücher

Als Freizeitjacke gab es nun trendige neue Softshelljacken für die Kameraden der Feuerwehr Adenau, die Wind und Regen trotzen. Ebenso wurden sogenannte Hollandtücher vom Vorsitzenden des Kameradschaftsvereins der Freiwilligen Feuerwehr Adenau e.V., Sven Friedrich, überreicht. Das ist ein feuerfester Nackenschutz, der am Helm befestigt wird. Durch eine individuelle und körpernahe Anpassung kann so ein Unterschlagen von Flammen besser verhindert werden als beim standardmäßigen Lederschutz. Auch hier wurde wieder in die Sicherheit der Kameraden investiert. 

 

Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau auf Facebook

Feuerwehren VG Adenau auf facebook

 

Eine neue Internetpräsenz über die Organisation der Feuerwehren in der VG Adenau ist seit Kurzem auf facebook online. 

 

Kurz: Es geht um Mitgliederwerbung und Infos zu allen Löscheinheiten der Verbandsgemeinde Adenau. Sehr zu empfehlen!

 

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Neue Drehleiter für die VG Adenau

Nach einiger Wartezeit haben die Bürger der Verbandsgemeinde Adenau endlich wieder eine eigene Drehleiter.

Effizienter, schneller, sicherer - so kann man die Eigenschaften zusammenfassen.

Die Metz-Drehleiter 23/12 auf MAN-Fahrgestell ist Baujahr 2001 und wurde bei Metz in Karlsruhe generalüberholt. Der Leiterpark hat eine maximale Ausladung von 30 Metern und eine Nennrettungshöhe von 23 Metern bei 12 Metern Nennausladung.

Viele Vorteile bringt das Fahrzeug mit neuer Technik mit sich. Ein Korb muss nun endlich nicht mehr von Hand montiert werden. Dies war bei den beiden vergangenen Modellen immernoch notwendig, eine sehr veraltete Technik die nicht nur sehr zeitintensiv war, sondern auch sehr viel Personal - nämlich bis zu 6 Personen - beschäftigt hat. Ein ernstes Problem bei heutiger Personalbesetzung. Jetzt reichen die 3
Personen aus, die mit der Drehleiter maximal ausrücken können.

Die neue Drehleiter hat 230 PS bei 14 Tonnen und ist somit nicht nur schneller, sondern dank Sicherheitsgurten, ASR und sonstigen Sicherheitsstandards auch sicherer unterwegs. Einmal am Einsatzort angekommen ist die Drehleiter nach ca. 1 Minute einsatzbereit, das heißt sie ist abgestützt und der Korb voll automatisch ausgeklappt. Wird die Drehleiter zur Menschenrettung eingesetzt können entweder Personen zugeladen werden oder eine Krankentrage montiert werden. Im Falle eines Löscheinsatzes wird ein Wenderohr montiert. Dank fest installierter Steigleitung auf dem obersten Leiterteil keine große Aktion mehr. Wird Strom benötigt kann ein Aggregat direkt vom Maschinistenstand gestartet werden. Am Korb können Lampen angebracht werden.

Die neue Metz-Drehleiter 23/12 Baujahr 2001 ist für die Bürger und Kameraden eine technische Neuerung mit vielen Vorteilen, nach heutigem Stand der Technik allerdings auch Standard.